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Versteckte Kosten beim Grundstückskauf: Die 5 größten Kostenfallen für Bauherren

Versteckte Kosten beim Grundstückskauf: Die 5 größten Kostenfallen für Bauherren

Endlich das perfekte Baugrundstück gefunden! Der Kaufpreis passt ins Budget, die Lage ist ein Traum. Doch Vorsicht: Wer beim Grundstückskauf nur auf den reinen Quadratmeterpreis schaut, erlebt spätestens bei der Finanzierung ein böses Erwachen. Die sogenannten Baunebenkosten machen oft 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises aus – manchmal sogar deutlich mehr. Wir zeigen Ihnen die 5 größten Kostenfallen und wie Sie diese vermeiden.

1. Die Erschließungskosten (Die größte Unbekannte)

Ein Grundstück gilt erst dann als bebaubar, wenn es an das öffentliche Straßen-, Strom-, Wasser- und Abwassernetz angeschlossen ist. Steht in einem Inserat "erschließungsfrei" oder "voll erschlossen", ist alles in Ordnung. Steht dort jedoch "unerschlossen" oder "Erschließung nicht gesichert", kommen massive Kosten auf Sie zu. Für den Anschluss ans Straßen- und Kanalnetz kann die Gemeinde schnell Summen zwischen 10.000 und 20.000 Euro in Rechnung stellen. Unser Tipp: Fragen Sie vor dem Kauf immer beim zuständigen Bauamt nach dem aktuellen Erschließungszustand.

2. Das Bodengutachten (Sparen am falschen Ende)

"Die Nachbarn haben auch problemlos gebaut" – das ist einer der gefährlichsten Sätze für angehende Bauherren. Die Bodenbeschaffenheit kann sich schon wenige Meter weiter dramatisch verändern. Befindet sich Fels im Boden, muss teuer gesprengt werden. Ist der Boden zu weich, muss das Fundament aufwendig verstärkt werden (z. B. durch Pfahlgründungen). Das kann unvorhergesehene Zusatzkosten von 15.000 bis 40.000 Euro bedeuten. Ein professionelles Bodengutachten kostet vorab nur etwa 1.000 bis 1.500 Euro und ist die beste Versicherung gegen den finanziellen Ruin.

3. Notar- und Grundbuchkosten

Der Kaufvertrag für ein Grundstück muss in Deutschland zwingend notariell beurkundet werden, ansonsten ist er nicht rechtskräftig. Der Notar kümmert sich um die Abwicklung, sichert den Kauf ab und veranlasst die Eintragung ins Grundbuch. Diese Dienstleistung ist gesetzlich geregelt. Kalkulieren Sie für Notar und Grundbuchamt fest mit etwa 1,5 % bis 2,0 % des Kaufpreises.

4. Die Grunderwerbsteuer

Sobald der Kaufvertrag unterschrieben ist, meldet sich das Finanzamt. Die Grunderwerbsteuer ist Ländersache und unterscheidet sich in Deutschland massiv. Während Sie in Bayern nur 3,5 % des Kaufpreises zahlen, werden in Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein oder Brandenburg satte 6,5 % fällig. Achtung: Wenn Sie das Grundstück und das Haus aus einer Hand kaufen (z. B. von einem Bauträger), wird die Steuer auf den Gesamtpreis (Grundstück + Haus) fällig! Kaufen Sie das Grundstück separat, besteuert das Finanzamt auch nur das Land.

5. Maklerprovision (Die unnötigste Kostenfalle)

Wenn Sie ein Grundstück über einen klassischen Immobilienmakler kaufen, wird eine Käuferprovision fällig. Diese liegt je nach Bundesland meist zwischen 3,57 % und 7,14 % (inklusive Mehrwertsteuer). Bei einem Grundstückspreis von 150.000 Euro sind das schnell über 10.000 Euro, die Sie direkt aus Ihrem Eigenkapital bezahlen müssen – Geld, das Ihnen später für die Bemusterung Ihres Traumhauses fehlt.

Doch genau diese Kostenfalle lässt sich am einfachsten umgehen: Indem Sie direkt von Privatpersonen, Städten oder Gemeinden kaufen. Suchen Sie gezielt nach provisionsfreien Baugrundstücken, um Ihr Eigenkapital zu schonen und es dort zu investieren, wo es hingehört: in Ihre eigenen vier Wände.

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